Archiv für Unternehmenskultur

9. Dezember 2018

Es liegt das 2. Adventswochenende vor uns. Also noch etwas Zeit bis Weihnachten und somit auch Zeit zum Nachdenken.

Angeregt durch einen Tweet habe ich etwas über die Werte bzw. Prinzipien einer Organisation/ eines Unternehmens nachgedacht.

Vielleicht macht es Sinn vorab einmal auf die jeweiligen Definitionen (z.B. im Duden) zu schauen:

Wert(e): „[.] einer Sache innewohnende Qualität, aufgrund deren sie in einem gewissen Maße begehrenswert ist […]“ *

Prinzip(ein): „[.] 1. feste Regel, die jemand zur Richtschnur seines Handelns macht, durch die er sich in seinem Denken und Handeln leiten lässt; Grundsatz
2. allgemeingültige Regel, Grundlage, auf der etwas aufgebaut ist; Grundregel; Grundsatz
Gesetzmäßigkeit,
3. Idee, die einer Sache zugrunde liegt, nach der etwas wirkt; Schema, nach dem etwas aufgebaut ist, abläuft[.]“ **

Dies ist schon eine sehr gute Richtschnur, der ich voll zustimmen kann. Denn ein Unternehmen/ eine Organisation richtet sich eher nach einer festen Regel aus, aus der sie ihr Denken + Handeln ableitet.

Ich will ehrlich sein: als potentieller, neuer Mitarbeiter hofft man/frau ja regelrecht darauf, dass ein Unternehmen eine Richtschnur bzw. Grundsätze und damit Prinzipien hat, nach denen es sein Tun + Handeln ausrichtet.

Aber was ist mit den jahrelang propagandierten Wertemanagement? Ging es da nur um die Schaffung von Wert(en) für die Eigentümer/Shareholder bzw. Investoren? Wertmanagement war nie eine Methode oder Methodik.*** Aber wenn man die normative Ebene in der zuvor zitierten Veröffentlichung betrachtet, dann kommt wieder das Thema Unternehmenskultur ins Spiel. Und ich stelle mir die Frage: kann eine Kultur durch einen Wert, also sozusagen einer innewohnenden Qualität, bestimmt werden?

Sie sehen… der Vergleich hinkt. Wenn wir jedoch – wie im Tweet oben vorgeschlagen – dem Ansatz von Niels Pfläging folgen und eine Organisation auf Prinzipien fußen lassen, dann folgt dies einer Idee, einem Grundsatz, der dem Unternehmen eine Richtschnur gibt. Das macht für mich durchaus mehr Sinn.

Daher zusammenfassend (und sicherlich für ein „kleines“ Türchen ausreichend): Danke, für den Ausflug und den Ideenbogen. Ich sollte wieder öfter hier bzw. generell solche Themen betrachten, diskutieren und kritisch hinterfragen. Sicherlich ein guter Plan für 2019.

 

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* Quelle: https://www.duden.de/rechtschreibung/Wert – zuletzt abgerufen am 8.12.18

** Quelle: https://www.duden.de/rechtschreibung/Prinzip – zuletzt abgerufen am 8.12.18
*** Vgl. http://schoeler.com/pdf/value_definition.pdf – zuletzt abgerufen am 9.12.18

#Fehlerkultur in Schule, Administration, Beruf. Was braucht es, wie geht es? Meine Teilnahme am #EDChatDE Nr. 169

Was ich aus dem #EDChatDE mitgenommen habe:

Aufgrund meiner Zertifizierung als Teamcoach befasse ich mich derzeit in einem Projekt mit dem Thema „Fehlerkultur“. Da das Thema sich nicht mit einem Blick in ein Nachschlagewerk definieren lässt, habe ich zuletzt angefangen in meinem Blog über eine neue Beitragsreihe zu dem Thema zu schreiben.

Doch das Thema hatte noch keinen richtigen Rahmen. Es war noch nicht rund.

Dann habe ich einen Veranstaltungshinweis auf Twitter zum #EDChatDE* gelesen. Das hat den Start gegeben. Denn ich habe bei allen meinen Vorüberlegungen immer gedacht: eine mangelnde Bereitschaft Fehler einzugestehen, mit Fehlern zu wachsen und aus ihnen zu lernen, wo kommt das her? Ich begann eine Hypothese zu entwickeln: „Fehler zu machen und dann daraus zu lernen –> das passiert schon in der Kindheit“.

Und mit diesem Hintergedanken kam dann der #EDChatDE ins Spiel. Sozusagen als erste Stufe meiner „Forschung“ zum Thema –> warum nicht am wöchentlichen #EDChatDE teilnehmen. Der #EDChatDE ist ein sogenannter Twitterchat** mit Lehrern und Bildungsinteressierten –> genau richtig für mich und auch die richtige Basis für meine Arbeitshypothese. Im obigen Link kann jeder die Fragen zum Chat nachlesen. Aber zur Einstimmung gab es am Nachmittag via Twitter schon den Link zu folgendem Video:

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Vom richtigen Umgang mit Fehlern

Wer kennt ihn nicht… den Spruch: „Nobody is perfect!“. Oftmals auch mit einem halben Lächeln, verzogenem Gesicht in die Runde geworfen, wenn das Kind schon längst im Brunnen liegt. Das Kind ist kein Kind, sondern ein Arbeitnehmer. Und der Brunnen ist der Ort, wo man sich verstecken möchte, wenn man einen (mehr oder weniger) schweren Fehler im Arbeitsumfeld begannen hat. Und das ist nur eine Umschreibung für den Umgang mit Fehlern im Arbeitsumfeld.

Einmal fühlt man sich hilflos und versucht die Schmach z.B. mit solch einem Spruch zu überspielen. Ein anderes Mal platzt man vor Wut… oder verzieht sich aufs Klo, um in Tränen auszubrechen. Und das ist nicht immer geschlechterabhängig. Ja, charakterabhängig und wie man damit umgeht bzw. gelernt hat umzugehen.
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