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Arbeitnehmer 50+

Das Stichwort „Arbeitnehmer 50+“ ist in aller Munde. Doch auch mir ist es die Tage über den Weg gelaufen. Und zwar nicht im Zusammenhang mit den weiteren K.O.-Wörtern „demografische Entwicklung“, „Silberfüchse“ bzw. „alternde Belegschaft“, sondern im Rahmen eines kollegialen Erfahrungsaustausches.

Ein Personaler aus meinem Netzwerk hatte von seinem Team bzw. dem neuen Teammitglied berichtet. In seiner Abteilung fing alles mit einer Idee an: jemand einzustellen, der „etwas“ älter ist. Grob gesprochen ca. 15 Jahre älter als der Rest der Abteilung. Für ihn bzw. seine Kollegen sollte das „etwas“ älter vorallem die Erfahrung und Routine im Umgang mit einem großem Team, in einem dynamischen Umfeld, mit hohen Anforderungen wiederspiegeln.

Doch wie sollte die Praxis aussehen? Darüber haben wir dann im Netzwerk ausführlich diskutiert. Und jeder, so auch ich, hatte sein eigenes Umfeld klar vor Augen. Mir fiel auf: oftmals gab es bei uns keine oder nur wenig Einarbeitung. Man lernte alles „on-the-job“ und nebenbei. Doch gilt das auch für ältere Mitarbeiter? Wenn ich z.B. älteren Nachbarn etwas am PC oder allgemeine, technische Neuerungen (DVB-T) erklären möchte, dann brauche ich dazu schon den ein oder anderen Satz mehr. Sprich: ich darf nicht von meinem Verständnis ausgehen und alles als bekannt voraussetzen. Ich muss weiter ausholen, länger und detaillierter erklären. Mit dem gleichen Erfolg.

Aber liegt hier nicht vielleicht ein Problem, warum Arbeitnehmer 50+ schwieriger in den Job zurückfinden? Nimmt sich heute überhaupt noch jemand Zeit, einem neuen Kollegen einen Vorgang ausführlich zu erklären? Welches Wissen wird als bekannt vorausgesetzt? Muss jeder die gängige Bürosoftware (inkl. Shortcuts) blind beherrschen?

Oder bietet man neuen Kollegen über 50 oder der alternden Belegschaft allgemein Optionen an, auch heute noch dem Fortschritt Stand zu halten?

Genau diese Frage aus dem Erfa-Treffen, fand ich hier beantwortet:

Wie die Dax-Konzerne mit der alternden Belegschaft umgehen

Die dort beschriebenen Konzerne zollen der Entwicklung 50+ Rechenschaft durch Mentoring-Programme, einer angepassten Arbeitsergonomie oder allgemeinen Gesundheitsprogrammen und Fitness-Checks.

Für mich als HR Generalist bedeutet dies konkret: in meiner täglichen Arbeit werden neben der klassischen Personalbetreuung, der Personalentwicklung bzw. der Projektarbeit, auch zukunfts- bzw. demografieorientierte Themen einen größeren Raum einnehmen. Es gilt nicht nur die Talente von morgen zu entdecken, sondern auch die Senior-Experten von heute erfolgreich und adäquat zu betreuen.

Eine, wie ich finde, spannende Herausforderung. Was meinen Sie?

Wem muss der Köder schmecken?

Muss der Köder nur dem Fisch schmecken, nicht dem Angler?

Diese Frage, heute aktuell aufgeworfen durch eine Sendung im Reality-TV, wo Auswanderer ein Restaurant eröffnet haben, habe ich in letzter Zeit öfters gehört bzw. diskutiert. Zuletzt mit einer Personaler-Kollegin, der ich mein Engagement in XING erläutert habe.  So habe ich – zumindest versucht – zu erklären, dass viele Bewerber (wie der letzten per E-Mail an meine Kollegin vom Recruiting) oft nicht verstehen, dass es eben nicht um ihre persönliche Ansprüche geht. Sondern dass man sich, in einer Bewerbung (wo immerhin das Wort „Werbung“ drinsteckt) um den Kunden (= den Arbeitgeber) kümmern sollte. Konkret ging es um das Unverständnis, dass Bewerbungen (insbesondere in dezentralen Organisationen) nicht bei jedem Ansprechpartner mit der Abteilungsbezeichnung „Personal“ an der richtigen Stelle ist. Darauf das Unverständnis von Seiten des Bewerbers, warum es so etwas wie „richtige“ bzw. „zuständige“ Ansprechpartner gäbe.

Kurz und gut: meines Erachtens ein totales Unverständnis für Abläufe oder Arbeit in der Personalabteilung. Eigentlich immer mein Thema. Ich versuche immer, so auch hier, den Bewerber die Denkweise und internen Abläufe rund um eine Stellenbesetzung nahe zu bringen.

Doch seit der ausführlichen Diskussion mit meiner Kollegin…. nun vorsichtig formuliert, bin ich noch auf andere Gedanken gekommen. Sie meinte nur: gut, dann hat der Bewerber (s.o.) nicht zum Unternehmen gepasst. Und warum muss der Köder immer nur dem Fisch schmecken?

Das hat mich nachdenken lassen und zu einigen Erkenntnissen/Anmerkungen geführt: muss der Köder (=die Bewerbung) wirklich nur dem Fisch (=Arbeitgeber) schmecken?Oder ist das in Zeiten (Achtung: Modewort!) des Talente- und Führungsnachwuchsmangels eine etwas antiquierte Vorstellungen? Müssen nicht vielmehr beide Seiten aufeinander zugehen und sachlich/neutral einen Dialog aufbauen?

Insbesondere wenn wir einen Schritt weiter, im Vorstellungsgespräch, sind: wo man (wohlgemerkt im besten Falle) einen Dialog, eine Einigung zwischen Bewerber und Arbeitgeber aufbauen sollte. Also leihen wir uns eher ein Bild aus der Mathematik, aus der maritimen Welt.  Ist es nicht wie eine Gleichung, die aufgehen muss? Es gibt viele (manchmal unbekannte) Variablen, einige Determinanten und zum Schluss muss ein Ergebnis erzielt werden. Also sollten sich Bewerber heute vielmehr die Frage stellen: welchen Rechenweg nehme ich, als welchen Köder!

Und beim Thema Weg sind wir bei meinem gestigen Beitrag. Jeder muss seinen Weg finden. In der beruflichen Entwicklung, auf dem Weg dahin im Rahmen des Bewerbungsprozesses, im privaten Umfeld/der Partnerschaft. Wege gibt es überall. Die Lösung ist nur: gehen Sie einen. Auch wenn er vielleicht (nach einigen Kilometern) nicht der richtige ist. Aber Sie sind gegangen, waren AKTIV und haben sich bewegt, an Erfahrung gewonnen. Und das nächste Vorstellungsgespräch, das nächste Anschreiben fällt Ihnen leichter. Denn es gibt weniger Variablen. Sie kommen der „Ideallösung“ immer näher.

Viel Glück beim Rechnen… äh Bewerben! 😉

Kaminkarriere

Noch im Studium ist man bestrebt, bemüht den „richtigen“ Einstieg zu finden. Karriere zu machen. Aufzusteigen.

Nach dem Studium: der Eintritt in die Realität. Kommt man nicht von einer Elite-Uni, hat keinen Doktor in der Tasche oder kein entsprechendes Vitamin B, dann sieht die oftmals „bittere“ Realität deutlich anders aus. Man ist bemüht überhaupt einen Einstieg zu finden. Kann oftmals sein Fachgebiet nicht anbringen, aber als Akademiker ist man ja universell einsetzbar und beginnt seinen Weg irgendwie.

Nach einen paar Jahren, man hat einiges an Berufserfahrung vorzuweisen, im besten Fall wenige Wechsel, im schlechtesten Fall – bedingt durch die Kompromissbereitschaft nach Studienende – einige Wechsel mehr. Aber man ist noch immer guter Dinge seinen Weg zu finden.

Bis zu dem Zeitpunkt, wo a) das Alter und b) jüngerer Nachwuchs und c) Aussagen wie „andere in ihrem Alter“ aufeinander treffen. Da fängt man an nachzudenken. Wo ist die Zeit geblieben. Die vielen, tollen Ideen und Vorstellungen von einem erfüllten Arbeitsleben nach einem (mehr oder minder) hartem Studium? Gut, man befindet sich mitten im Leben. Aber auch das Leben ist nicht untätig geblieben. Man wurde (manchmal ohne es zu bemerken, weil man hoch engagiert sich seinen Weg zusammensuchen musste) man einfach überholt.

Und genau diesen Menschen ist der heutige Beitrag gewidmet. Es gibt sie tatsächlich. Die Menschen, die auch heute im 21. Jahrhundert noch eine Kaminkarriere hinlegen. Ich rede nicht von den sogenannten High-Pots. Sondern von Menschen, die vielleicht an der gleichen Hochschule wie Sie waren. Aber die einfach einen anderen, mit dem Blick zurück, besseren Start nach dem Studium hingelegt haben. Sie haben – z.B. schon im Studium über Praktika – sich frühzeitig einen festen Platz in einem Gefüge namens Organisation gesichert. Haben vielleicht über ein Traineeprogramm einen Einstieg gefunden und sich sukezzive eine Kaminkarriere aufgebaut. Und heute, heute stehen Sie vor Ihnen. Sind manchmal Ihr Vorgesetzter.

Spätestens da, fängt das Grübeln an: was haben die anders gemacht? Wie ist deren Weg so verlaufen und warum? Fragen über Fragen fangen an unaufhörlich am eigenen Ich zu nagen.

Doch wie weit soll das gehen?

Ich sage Ihnen heute: überhaupt nirgendwohin! Denn: was bringen (späte) Zweifel? Doch nur Unbehagen, dass einem vom Hier und Jetzt abhält. Schauen Sie nach vorne. Sie werden nie ein High-Pot sein. Eventuell nie in der 1. Reihe tanzen. Aber Sie haben – im Gegensatz zu manch anderem, der ganz auf der Strecke blieb – Ihren, wenn auch steinigen, Weg gefunden haben.

Und darauf können Sie verdammt stolz sein. Auch wenn es kein Kamin war, der Ihren Weg nach oben beschleunigt hat. Aber Sie sind Ihren Weg gegangen und der hört heute und hier noch lange nicht auf. Gehen Sie nur weiter. Vielleicht kommt irgendwann Ihr Schornstein. Und der Weg dorthin muss nicht immer über einen schwarzen Kamin geführt haben. 😉

In diesem Sinne viel Erfolg dabei!

Ihre,
Annette Gerlach

Bewerbungsvorbereitungen

Oder: was tue ich, bevor ich eine Bewerbung losschicke?

Diese Frage, im Angesicht der sich wandelnden Zeiten, kann man meines Erachtens in drei Abschnitte unterteilen.

  1. klassische Bewerbung (also alles vor 1990, grob geschätzt anhand meiner eigenen Berufsbiografie)
  2. vorgewärmte Bewerbung (Hypebis Anfang 2000 + )
  3. Social Media Bewerbung (alles ab 2008/2009 +)

Jetzt denkt jeder: „Na toll…. wieder so eine Aufsplittung in drei Rubriken, die sich inhaltlich nur wenig unterscheiden. “

Ja. Aber mir geht es heute nicht um die inhaltlichen Unterschiede. Sondern um die Vorarbeit. Was führt zu einer solchen Bewerbung? Welche Schritte geht ein Bewerber, bis die … wie auch immer geartete… Bewerbung verschickt wird?

War es nicht bei den klassischen Bewerbungen so: man sah eine Anzeige, machte seine Unterlagen fertig und ab die Post.

Dann, dank vieler Bewerbungsberater oder Ratgeber, kam der Tipp auf: rufen Sie vorher an. Man „wärmte“ seine eigene Bewerbung vor, machte vorher auf sich aufmerksam und versuchte dann im Anschreiben einen Bezug zu diesem Kontakt herzustellen. Was – wenn wir ehrlich sind – mal mehr oder weniger gelang. Denn nichts ist, von Seiten des Arbeitgebers, schlimmer, als wenn den ganzen Tag das Telefon klingelt, man zu nichts kommt und dann noch Fragen beantworten darf, die aus der Anzeige hervorgehen. Vorsichtig übertrieben… aber Sie verstehen sicher, worauf ich hinaus möchte.

Und dann kam die Zeit von Social Media, Communities, Plattformen und Foren… eine neue Art der Kommunikation bzw. Kontaktanbahnung nahm bzw. nimmt noch immer ihren Lauf. Und genau da, an dieser Stelle, ändern sich wieder die Bewerbungsvorbereitungen!

Beispiel gefällig?

Ich habe heute eine interessante Stelle gesehen. Okay… unabhängig davon, dass sie auf XING gepostet wurde, habe ich nicht sofort meine Bewerbung losgeschickt. Sondern erst einmal mein Netzwerk konsultiert. Ziel: etwas mehr über die Person und das Unternehmen an sich herausfinden. Ein Quentchen mehr an Informationen, dass mir evtl. einen Be-/ (Wett-)bewerb(ung)svorteil bringen könnte.

Denn Bewerben heute bedeutet u.a. auch, dass man sich aus der Masse abheben will und über Beziehungen, Kontakte eine bessere Bewerbungsposition erhalten möchte. Und vielleicht kann dabei ein Kontakt weiterhelfen. Im Sinne von: „ich kenne jemanden, der wäre für diese Stelle gut geeignet“.

Sehen Sie jetzt den Unterschied der drei Kategorien oben? Einseitig statisch, etwas dynamischer und zuletzt sogar sehr vielseitig+dynamisch. Wiederum ungeachtet des Inhaltes.  Vielleicht liegt hier auch die Schwierigkeit im ganzen Bewerbungsprozess. Auf einem Bewerbermarkt wird das Alleinstellungsmerkmal immer wichtiger, die Kontakte bzw. der gute Ruf (siehe auch mein Posting vom 14.02.2010) und die Fähigkeit ein funktionierendes Netzwerk um sich herum aufzubauen, gewinnen immer mehr an Bedeutung.

Was lernen wir daraus? Mir ist unmöglich diese Frage hier pauschal zu beantworten. Ich kann – wiederum nur aus meiner Warte als Bewerber – eine Antwort bzw. Richtung geben:  bleiben Sie bei den Wurzeln der klassischen Bewerbung, aktualisieren Sie diese kontinuierlich, nutzen verschiedene Bewerbungskanäle, z.B. auch XING und spannen Ihr Netzwerk (Familie, Freunde, Nachbarn…. Menschen aus Ihren täglichen Leben) mit ein. Weitere Beispiele finden Sie in meiner Bewerbungsstrategie. Und scheuen Sie sich nicht Ihr Netzwerk anzusprechen. Eine Frage kostet nichts und kann im schlimmsten Fall „nur“ unbeantwortet bleiben. Aber im besten Fall empfiehlt Sie jemand weiter oder verschafft Ihnen dadurch einen leichteren Eintritt/Start; eine gute Referenz…. etwas mehr oder anderes, als vielleicht andere Bewerber haben.

Wäre das nicht einen Versuch wert?

Und an meinem Beispiel: mein Kontakt hat dankenswerter Weise sofort reagiert. Bewerbung wird – nach dem Blogpost – weiter vorbereitet. 😉

Der gute Ruf oder: Personal Branding/Reputation Management

Im Januarchat meiner XING-Gruppe hatte ich das Thema Personal Branding angeregt. Jedoch hatte sich bis dato kaum einer der Teilnehmer Sorgen über seinen „Ruf“ im Web gemacht.

Das hat mich angeregt der Frage nachzugehen: „Warum ist das Thema Reputation Management“ so wenig präsent bei Bewerbern?

Es gab doch erst letztes Jahr einen Aufrschrei (siehe auch Ein Thema macht die Runde im WWW vom 24.08.2009) in der Presse, wo (mal wieder, das Thema war definitiv nicht neu!!!) das Schreckensgespenst „Personaler googlen Bewerber“ aufgezeigt wurde.

Doch ganz ehrlich: haben Bewerber daraus gelernt?

Ist das Thema „Personal Branding“ oder „Reputation Management“ dadurch eindringlicher bei den Bewerbern angekommen?

Zumindest auf den Social Media Plattformen (die ja direkt davon angesprochen sind) wird es thematisiert. Und so habe ich mich entschlossen in meinem Bewerbungstagebuch eine kleine Auswahl davon bereit zu stellen. Vielleicht in der Hoffnung, dass auch andere Bewerber (insbesondere die Generation Y) davon etwas mitnehmen können.

Tipps zum Start:

Tipps für bestimmte Plattformen:

Allgemeine Infos/Artikel zum Thema:

Vielleicht noch eine kleine Ergänzung: wie so vieles aus dem Bereich Social Media, gehört auch das Thema Personal Branding zu den führenden Themen von amerikanischen Social Media Experten. Wenn man allein auf Twitter nach Personal Branding sucht, dann wird man fast mit Tweets erschlagen. Gleiches gilt für die Personensuche. In Amerika ist es gang und gäbe sich als Personal Branding Experte darzustellen. Ein Berufsbild, dass hier zu Lande (dabei beziehe ich mich einzig und allein auf die Zielgruppe der Bewerber!) noch wenig Beachtung gefunden hat.

Ich werde das Thema in meiner XING-Gruppe (anstelle des sonst üblichen Chat-Protokolls) zur Diskussion stellen und vielleicht gibt es ja noch Erkenntnisse, die ich dann hier ergänzen kann. … to be continued!

Buchkritik (Teil 1) zu „Das Karrieremacherbuch“ von Svenja Hofert

Karriere heute bedeutet vor allem eins: sich von der Sicherheitsleine bzw. dem festen Karriere(fahr)plan lösen zu müssen.

So lautet die Quintessenz, wenn man das neue Werk Das Karrieremacherbuch von Svenja Hofert liest.

Doch von Anfang an. Im Rahmen meiner jetzigen Bewerbungsphase (die zum 15.1.2010 wieder aktuell wird, da mein Projekt endet) gehört auch ein Blick über den Tellerrand zu meiner Bewerbungsstrategie.

Und so war ich dankbar, dass Svenja Hofert an mich herangetreten ist, ob ich nicht ihr aktuelles Buch lesen möchte. Das passt wieder einmal „wie Faust auf Auge“, wie man umgangssprachlich so schön sagt.

Jetzt mögen vielleicht viele denken: oh nein! Nicht schon wieder einer dieser Ratgeber. Doch. Dieses Mal habe ich ein Buch als Mittel zum Zweck gewählt. Denn die Autorin, Svenja Hofert, ist mir schon seit längerem als Karrierecoach bekannt bzw. empfohlen worden. Durch meine Projektarbeit „Social Media… “ oder auch Web 2.0 sind mir wieder ihre Bücher in der Bücherei in die Hände gefallen. So zum Beispiel:

Doch mir ging es dieses Mal nicht um konventionelle Bewerbungstipps. Ich wollte mehr. Wollte wissen, wie man in Zeiten der Wirtschaftskrise wieder Fuß fasst. Wie ich, mit meiner Berufsbiografie, weiter an meinem Profil feilen kann. Und natürlich wieder meine persönliche Karriere fortsetzen kann.

Und so wurde war ich froh, dass ich dann das neueste Werk von Svenja Hofert: „Das Karrieremacherbuch“ lesen und beurteilen durfte.

Von außen betrachtet (insbesondere die Schriftfarbe des Titels) erinnert das Buch etwas an Das Frustjobkillerbuch. Doch die Ausrichtung ist eine andere: bei Frau Hofert geht es um „[…] die Jobwelt der Zukunft“.

Also genau passend zu meiner aktuellen Bewerbungsphase.

Beim ersten Durchblättern fällt die angenehme Aufmachung und Gestaltung der Kapitel bzw. Seiten auf. Prägnante Schlagworte am Rand eines Abschnittes muten wie eine kompakte Zusammenfassung eines jeden Abschnitts an.  Jedes Kapitel wiederum wird abschließend mit einem „Karrieremacher-Tipp“ gekrönt. Die Unterteilung des Buches in drei Bereiche:

  1. das IST oder auch „Wie es heute ist“
  2. das SOLL oder auch „Wie es werden wird“ und zu guter Letzt
  3. die Tipps oder auch „Wie Sie Karriere machen“

ist übersichtlich und schlüssig gestaltet.

Doch heute nun im Einzelnen zu den drei Unterteilungen bzw. zum ersten Bereich: dem IST.

Im IST verharrt Frau Hofert oftmals in der Beschreibung von Schreckensbildern und Negativbeispielen. Sollte mich eigentlich abschrecken, da ich persönlich von einem Karrierebuch positive Beispiele erwarte. Jedoch ist die eindringliche, manchmal im Positiven „plakative“ und bildhafte Sprache von Frau Hofert sehr authentisch. Die Schilderung der Horrorszenarien (oftmals aus ihrer langjährigen Coachingerfahrung) dient dem Zweck den Leser wachzurütteln. Und ich wurde wach! Denn die klassische Vorstellung von Karriere war noch nie mein Ding. Doch jetzt, angeregt durch Frau Hofert, habe ich endgültig mit den alten Klischees einer Kaminkarriere abgeschlossen. Und das trotz Banklehre und BWL Studium! 😉

Also was nehme ich aus dem IST mit?

a) es gibt keinen Sicherheitsgedanken mehr (vgl. Seite 33)

b) man sollte die „Planwirtschaft“ [in Sachen Karriere] aufgeben (vgl. Seite 39)

c) Boxenstopp für die Karriere („[…] fahren [sie] Ihr Karriereauto selbst […]“, Seite 43)

d) keine Angst haben (vgl. Seite 50).

In meiner jetzigen Umbruchphase (aus einer befristeten Projektarbeit als HR Generalistin, in einem interessanten Unternehmen, mit tollen Kollegen und anspruchsvollen Aufgaben) gilt es das Jetzt festzuhalten (ein Teil davon ist dieser Beitrag hier ;-)) und dann auf das Morgen, das SOLL zu übertragen.

Doch dazu in den nächsten Tagen (wozu man die Ruhe an den Feiertagen auch verwenden kann ;-)) mehr!

PS: Das Buch wurde mit unentgeltlich als Presseexemplar von Eichborn und Humboldt zur Verfügung gestellt. Meine Meinung über dieses Buch wurde davon jedoch nicht beeinträchtigt und spiegelt meine tatsächliche Einschätzung wieder.

Der selbstbewusste Bewerber

In den letzten Tagen ging mir immer wieder ein Thema durch den Kopf: warum sind viele Bewerber, ja sogar bereits fest angestellte Mitarbeiter, so wenig selbstbewusst.Jetzt wird jeder erst einmal sagen: Bewerber … klar.

Der Markt ist schwierig und eine fast auswegslose Lage am Arbeitsmarkt drückt das Selbstbewusstsein. Doch Mitarbeiter? Denen geht es doch gut. Warum sollen die unter mangelndem Selbstbewusstsein leiden?

Nun diesen Spagat werde ich ab heute etwas näher betrachten.

Auslöser für diesen Beitrag war ein Blogbeitrag, den ich auf Twitter gefunden hatte: You might be desperate, but don’t be stupid too!

Beim ersten Lesen dachte ich bei mir: wie jetzt… was steckt denn da dahinter? Doch meine Neugier hatte schon gesiegt und ich schaute mir den Beitrag näher an. Sie werden sich sicherlich nicht wundern, wenn es dabei (im übertragenen Sinn) um ein selbstbewusstes Auftreten als Jobsuchender geht.

Denn das Zitat: „Das Gras auf der anderen Seite des Zauns ist grüner“ geht auch mir seit ein paar Tagen nicht aus dem Kopf.

Soll man zufrieden sein, mit dem was man hat? Oder schielt man nach dem, was nebenan zu haben wäre? Wäre man da wirklich „besser“ dran?

In Diskussion mit anderen Jobsuchenden kommt immer wieder die Frage auf: nehme ich den erstbesten Job oder suche ich meinen „Traumjob“. Meine Antwort (und die, die ich aus vielen Karriere-/Bewerbungsratgebern dazu immer lese) lautet dann: das kommt darauf an.

a) wie lange man schon arbeitssuchend/arbeitslos ist?

b) wie leidensfähig oder finanziell abgesichert man ist?

c) wie realistisch die Suche nach dem Traumjob ist! … etc.

Denn, so zeigt die Praxis, jeder Job hat seine Vor- und Nachteile. Man geht immer Kompromisse ein. Doch wie weit will man sich für eine „hohe“ Kompromissbereitschaft verbiegen? Muss man alles annehmen, alles machen…? Nur weil man arbeitslos ist?

Ich bitte Sie!!! Mir geht es nicht um das Ausnutzen des Sozialstaates auf Kosten der Steuerzahler. Aber wie der Artikel oben schön beschreibt, was bringt mir eine Schnellschusshandlung (der erstbeste Job), wenn ich damit weder fachlich, noch persönlich zufrieden bin und keine Langfristperspektive sehe? Wenn ich immer nach nebenan schiele, wo das Gras (mein Traumjob?) vielleicht doch etwas grüner scheint? Die Gefahr –  gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise – schnell wieder auf der Straße zu stehen, ist enorm hoch. Mangelnde Motivation bzw. Einsatzbereitschaft, hohe Frustration… ein Job sollte wie ein guter Schuh sein. Er sollte passen. Denn wie viele „Brüche“ oder Episoden im Lebenslauf kann/darf man sich erlauben?

Skeptiker werfen gerne ein: und der Königsweg? Den gibt es nicht. Suchen Sie also auch nicht danach. Verwenden Sie lieber mehr Zeit auf Ihre Analyse: wo will ich hin, was will ich machen, worin bin ich gut/was macht mir Spaß. Suchen Sie gezielt. Wenn Sie Kompromisse eingehen, dann bleiben Sie aber am Ball und suchen permanent weiter. Geben Sie nicht auf. Auch durch einen vielleicht erst auswegslosen Job, kann noch immer das Licht am Ende des Tunnels erscheinen. Ihre Gelegenheit oder Ihr nächster Chef kann hinter der nächsten Ecke auf Sie warten. Sie müssen nur offen dafür sein, am Ball bleiben und weiter nach „Ihrem JOB“ suchen.

Dann klappt das auch mit dem Selbstbewusstsein! 😉

Und was es mit den Mitarbeitern auf sich hat, dass verrate ich Ihnen beim nächsten Mal.. in diesem Theater! 😉  

„Das Karrieremacherbuch“ oder… wie man sich in der Jobwelt der Zukunft zurecht findet

Ich bin zwar derzeit gut mit Arbeit (ja, ein Projekt bis zum Ende des Jahres als HR Generalistin bei einem Softwarehersteller… ;-)) und einem Projekt im Rahmen meiner Zertifizierung zur Personalreferentin IHK eingedeckt, aber nichts desto trotz suche aufgrund der Befristung natürlich weiter. Und so habe ich das Angebot der Lektüre „Das Karrieremacherbuch“ von Svenja Hofert gerne angenommen.

In den nächsten Tagen werde ich hier und über Twitter weiter davon berichten und somit auch an meiner Bewerbungsstrategie feilen. Bleiben Sie dran. Es kann nur spannend werden! 😉

Neue Woche, neue Bewerbungen

Die Ausbeute vom Wochenende: nur eine Sachbearbeiterstelle bei einer Hochschule. Aber warum nicht. In Vorbereitung.

Zusätzlich (wie jeden Morgen) als erste Aufgabe des Tages: meine Netzwerke abklappern, ob sich da etwas ergeben hat. Und ja: bei XING fand ich eine neue Stelle in Stuttgart. Beraterin war schon bekannt, gleich mal kontaktiert. Abwarten. Dann noch mal die Mails gecheckt: bis dato nichts aus den Job-Mails. Keine Absagen oder sonstige Anfragen. Also auch hier die Devise: abwarten.

Zusätzlich habe ich etwas bei Twitter gesurft. Dort sucht jemand derzeit nach einem Tool, um CV’s zu archivieren. Da HR und IT meine Themen sind, siehe auch mein HR-Profil, bin ich da gerne behilflich. Interessesante Twitterer zum Thema Jobs gefunden und gleich mal in die Blogrolle eingefügt.

Ansonsten: in meinem Mails von heute morgen war ein interessanter Artikel. Habe ihn a) in meine XING-Gruppe eingestellt und b) für mich gebookmarkt. Weitere Links zum Thema werde ich demnächst bei delicious veröffentlich. Überarbeite die Seite derzeit noch. Also dranbleiben! 😉 Soviel für den Vormittag! Jetzt erst mal kurz Pause machen.