Archiv für Bewerbungsstrategie

Bewerbungsstrategie

Habe letzte Woche mit Bärbel Schnurbusch (vielen Dank für die Empfehlung an Vera) über das Thema Bewerbungsstrategie geredet.
Man könnte auch sagen: ich habe mir jemanden „Dritten“ gesucht, um ein Spiegel all‘ meiner Bewerbungsaktivitäten vorgehalten zu bekommen. 

Denn was gibt es hilfreicheres, als wenn ein Dritter / Unbefanger sich die ganze Strategie mit unverdorbenen Augen anschaut? Es gibt ein ehrliches und konstruktives Feedback. Diese Form der Selbstreflektion ist nicht jedermanns Sache. Aber wenn man ernsthaft an sich arbeiten möchte, dann kann diese „Spiegel-von-aussen-vorhalten“ – Methode sehr hilfreich sein. Denn man ist doch allzu oft mit einem blinden Fleck / Brille behaftet, wenn es um eine objektive Beurteilung der eigenen (Bewerbungs-) Leistung geht.

Aber zurück zur Bewerbungsstrategie und meinen Wegen. Wir haben – ausgehend von meinem Lebenslauf – meine gesamte berufliche Vita analysiert. Sind dann auf die Beschreibung des idealen Jobs / der idealen Stelle gekommen. Haben dann daraus meine Stärken besprochen. Tut (ich erinnere mich spontan an das Thema Bewerbungslust) auch sehr gut, mal von aussen eine Bestätigung der Stärken zu hören bzw. zu bekommen. Es ist schlichtweg eine Verstärkung des eigenen Wissens um seine Person.
Nachdem wir Stärken und Verbesserungspotenzial ausgelotet haben, ging es weiter mit den Bewerbungskanälen bzw. all‘ meine (Bewerbungs-) Aktivitäten.

Im Einzelnen sind da:

  1. Bewerbungshomepage: http://www.annettegerlach.de
  2. Bewerbungsblog: http://bewerbungstagebuch.annettegerlach.de/ 😉
  3. Twitter: http://twitter.com/A_Gerlach
  4. XING Profil: https://www.xing.com/profile/Annette_Gerlach
  5. LinkedIn Profil: http://www.linkedin.com/in/annettegerlach
  6. Profile bei diversen Jobbörsen / Headhunterportalen
  7. Aktivierung meiner Online-Kontakte (z.B. durch einen Themenchat, Einladung zu einem Event, Jobgesuchen)
  8. Aktivierung meiner Offline-Kontakte (also Freunde, Verwandte, Nachbarn, Menschen, denen ich täglich begegne)
  9. meine XING-Gruppe
  10. generelle Aktivität in XING bzw. anderen Netzwerken zu Fachthemen wie Personalmanagement, Mitarbeiterbindung (einfach alles, was mich fachlich interessiert bzw. mit mir und meinem zukünftigen Job zu tun hat)
  11. ein permanentes Auf-sich-aufmerksam-machen auch in privaten Online-Portalen, habe da z.B. einen tollen Link für eine Bewerbung im Ausland erhalten! 😉
  12. last but not least: Profil bei der Arbeitsagentur. Viele von Ihnen schreien jetzt auf: da kommt doch nichts rum. Jein.

Denn nicht versucht, heißt auch nein. Soviel zu meinem Dutzend Anlaufpunkten. Es sind im Einzelnen sicherlich mehr, aber so lassen sich alle gut zusammenfassen.

Doch wie wird aus diesen Wegen jetzt eine sinnvolle Strategie? Nun im weiteren Gang haben wir dann 5 Felder festgehalten, in denen ich mich bewege. Das sind zum Beispiel das Thema Personalentwicklung oder HR IT Systeme bei mir. Und bei Ihnen könnten es Branchenfestlegungen, regionale Einschränkungen oder spezielle Fachgebiete sein, auf die Sie sich konzentrieren. Und für jede Ausrichtung sollte auch eine speziell abgestimmte Bewerbungsmappe erstellt werden.
An meinem Beispiel bedeutet dass, das ich den Lebenslauf je nach Schwerpunkt, Unternehmensgröße bzw. Kultur (modern oder konservativ) ausrichte, Deckblatt + Anschreiben dazu anpasse und nach Bedarf Zertifikate hinzufüge oder nicht beilege.

Teil meiner obigen Strategien für bestimmte Bereiche sind auch Referenzen. Ich habe mir u.a. gezielt für den Bereich Personalentwicklung oder HR IT Systeme auch noch Referenzen gesucht, die ich bei Bedarf (z.B. amerikanische Unternehmensleitung / Kultur) mit angeben kann.

Und wie es der Zufall will, so scheint das Thema auch in anderen Blogs derzeit ein zentraler Dreh- und Angelpunkt zu sein. Zum Beispiel wird im MMK Personalberatung Blog auch ein Gewinnspiel rund um das Thema Bewerbungsstrategie veranstaltet! Weitere Details finden Sie hier: http://www.mmk-personal.de/blog/bewerbung/bewerbungsstrategie-gewinnspiel-blogparade.html#more-372 

Warum, was und an wen?

Gestern wurde mir die Frage gestellt: warum machst du das eigentlich? Und für wen schreibst du?

Hm… ich liebe diese Zielgruppenfrage. Nun ganz einfach: zuerst einmal schreibe ich dieses Bewerbungstagebuch, um a) aufgrund einer Diskussion über Bewerbungskanäle, einen zusätzlichen oder anderen Weg zu gehen. Das Blog dient meinem Netzwerk. Denn ich bin der festen Überzeugung, dass man heute fast ausschließlich bzw. „nur“ noch einen Job über diverse Netzwerke bekommen kann. Und somit starte ich diesen Selbstversuch. Okay… ich gebe zu, ich bin da nicht ganz unerfahren drin. Meinen letzten Job habe ich über geschickte Kontakte, schnelle Reaktionen und punktgenaue Ablieferung einer geforderten Leistung bekommen.

Und das möchte ich jetzt wieder tun. Also: wie informiere ich bzw. halte mein Netzwerk auf dem Laufenden? Via Kontaktprofil in den verschiedenen Netzwerken? Ja, eine Möglichkeit. Via Twitter? Jein, nicht ganz adäquat. Aber auch gangbar. Und da kam dann der Tipp eines XING-Kontaktes 😉 mit dem Bewerbungstagebuch.

Doch zurück zu dem Einwurf von gestern: Zielgruppe.

  • Schreibe ich nur für meinen potentiellen Arbeitgeber? Dann dürfte ich hier nichts Privates verwenden und müßte ausschließlich Erfolge kommunizieren. A la „Top Arbeitnehmer, der nach kurzer Suche sofort wieder erfolgreich tätig wird“
  • Schreibe ich nur für andere Bewerber, z.B. um Tipps zu geben? Dann müßte hier ein Mehrwert für den Leser [Bewerber] erkennbar sein.
  • Schreibe ich nur für meine Freunde und Bekannte? Dann sollte ich die Seite wohl mit einem Passwort belegen.
  • Schreibe ich nur für mich? Warum meine (Miss-) Erfolge öffentlich dokumentieren?

Nun: wie schon so oft… es ist definitiv eine Mischung aus allem. Jeder Marketing- und PR-Profi würde jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Aber Fakt ist: ich verkaufe mich, Annette Gerlach, als engagierten Mitarbeiter mit umfangreichem Wissen im HR-Bereich. Dazu gehören viele Facetten, sieht man an meinem Lebenslauf, die alle hier mit einfließen. Man könnte das Blog wohl besser als Projektarbeit bzw. Projektdokumentation betrachten.

Ich habe viele Ideen und Projekte, die ich in der jetzigen Phase der Arbeitssuche zu Papier bringen möchte. Da ich Netzwerker aus Leidenschaft bin, teile ich diese auch gerne. Und dafür ist dieses Blog!